Der Verein

Der Grundstein zum Verein Feuerwehrhistorik Montabaur e.V. wurde durch die Übernahme des bis im Jahr 2006 im Einsatzdienst der Freiwilligen Feuerwehr Montabaur stehenden Tanklöschfahrzeuges TLF 24/50 gelegt. Dieser Wagen stellt in vielerlei Hinsicht ein besonderes Fahrzeug dar:

- Insgesamt wurden nur drei Fahrzeuge gleicher Bauart hergestellt
- Die TLF wurden in einem Projekt des Landes Rheinland-Pfalz angeschafft, die Gefährdungslage bei Groß- und Waldbränden in ländlichen Gebieten zu reduzieren. Deshalb werden diese Fahrzeuge auch oft als GTLF bezeichnet: Großtanklöschfahrzeug – was den enormen Wasservorrat von 5.000 Litern beschreibt. Eine hohe Geländegängigkeit durch Allrad-Antrieb unterstreicht den Anspruch für den „Outdoor-Einsatz“.
- Neben dem enormen Löschwasservorrat sind 500 Liter Schaummittel, eine Feuerlöschkreiselpumpe 24/8 (2400 Liter Wasserabgabe pro Minute bei 8 bar Druck) und ein imposanter Schaum-/Wasserwerfer („Löschkanone“) an Bord
- Das Fahrzeug wurde am 05.02.1976 in Dienst gestellt – Außerdienststellung erfolgte im November 2006
- Durch seinen hohen Aufbau und die Allradtauglichkeit wirkt das TLF äußerst „muskulös“ und kraftvoll – gerne wurde dieser Wagen von der Bevölkerung als „Wasserbulle“ bezeichnet und wird auch heute noch wegen seines Erscheinungsbildes immer wieder bestaunt.

Allerdings sind die Dienstjahre in einer Stützpunktwehr mit ca. 150 Einsätzen per anno nicht ohne Spuren vorbei gegangen. So hat sich der Verein Feuerwehrhistorik vorgenommen, das Fahrzeug in den nächsten Jahren nach und nach komplett zu restaurieren. Ich darf in diesem Zusammenhang noch erwähnen, dass das Fahrzeug in seinem Originalzustand  erhalten werden soll – nur eben restauriert. Umbauten, Anbauten oder Veränderungen (Wohnmobil oder Ähnliches) wird es nicht geben.

Zwischenzeit ist ein weiteres Fahrzeug, ein TLF 16, dass ebenfalls seine Wurzeln in Montabaur hatte, hinzugekommen. Auch dieses TLF mit Vorbauwinde wird in seinem Originalzustand erhalten und restauriert. 

Zweck des Vereins ist die Förderung technischer Kulturgüter und für den Brandschutzgedanken zu werben.

Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Erhaltung und Präsentation historischer Feuerwehrfahrzeuge und Zubehör. 

 

Gerold Holzenthal

Vorstandsvorsitzender